Ev. Luth. Kirchgemeinde Pleißa

 

Andacht  


Ich wünsche, dass es dir in allen Stücken gut gehe 

und du gesund seist, so wie es deiner Seele gut geht. (3 Joh 2)


Gesundheit ist ein kostbares Gut. Das weiß jeder, der schon einmal ernsthaft krank war oder - vielleicht noch schlimmer - miterleben mußte, wie ein Angehöriger unter einen schweren Erkrankung litt. Doch nie zuvor in der Geschichte der Menschheit haben sich so viele ausschließlich um Gesundheit gekümmert, wie in den zurückliegenden Monaten und Jahren. Politik, Wirtschaft und Wissenschaft drehte sich beinahe ausschließlich um ein Virus und seine Bekämpfung. Von Schulkindern bis hin zu Senioren wurde allen unter Strafandrohung befohlen, sich an Gesundheitsvorschriften zu halten.


Keiner zweifelt daran, dass Gesundheit überaus wichtig ist. So wie in dem Bibelwort wünsche ich jedem einzelnen Gemeindeglied „dass es dir in allen Stücken gut gehe und du gesund seist“. Aber noch viel mehr wünsche ich, dass „es deiner Seele gut geht“. Während sich die Welt in einem nahezu wahnsinnigen Tanz um irdisches Wohlergehen drehte, wurde das seelische Wohlergehen völlig vernachlässigt. Was wirklich geholfen hätte, wurde gemieden: Nämlich das Abendmahl,  Bußgottesdienste und Evangelisationen, bei denen zur Umkehr aufgerufen wird. Durch dieses Versäumnis wurde das geistliche Leben der Gemeinden so geschwächt, das immer weniger Menschen Glaube, Gott und Ewigkeit vor Augen haben. Deutlich wird das am Umgang mit dem Ukrainekrieg.  Viele beten und demonstrieren für den Frieden in der Welt aber keiner ruft zum Wichtigsten auf, nämlich dem Frieden mit Gott.


Wie ist das mit all denen, die an/ mit/ durch Corona verstarben? Ob sie geimpft waren oder nicht, ob sie Vorerkrankungen hatten oder nicht, ob sie sich hygienisch einwandfrei verhielten oder nicht, das alles spielt jetzt keine Rolle mehr. Die einzige Frage, die sich jetzt noch stellt, ist die Frage: Sind sie mit Jesus Christus gestorben? Sind sie jetzt im Himmel oder nicht? Für alle, die wir noch auf Erden sind,  ist darum die Frage, wie es um die Seele geht, wichtiger als alles andere. So wie es in einem Gesangbuchlied steht (EG 530,3.4.8):


Herr, lehr mich stets mein End bedenken
und, wenn ich einstens sterben muss,
die Seel in Jesu Wunden senken
und ja nicht sparen meine Buß.
Mein Gott, mein Gott, ich bitt durch Christi Blut:
mach's nur mit meinem Ende gut.
Lass mich beizeit' mein Haus bestellen,
dass ich bereit sei für und für
und sage frisch in allen Fällen:
Herr, wie du willst, so schick's mit mir!
Mein Gott, mein Gott, ich bitt durch Christi Blut:
mach's nur mit meinem Ende gut.
Ich leb indes in dir vergnüget
und sterb ohn alle Kümmernis.
Mir g'nüget, wie mein Gott es füget;
ich glaub und bin es ganz gewiss:
Mein Gott, mein Gott, aus Gnad durch Christi Blut
machst du's mit meinem Ende gut.


Körperliche und seelische Gesundheit, 

Gottes Segen für Zeit und Ewigkeit

wünscht Ihnen


Ihr Pfr. Mika J. Herold